Alles „Paläo“? Aber bitte sehr!

An dieser Stelle wird kurz und regelmäßig über neue Funde oder Forschungsfragen zur Evolution des Menschen berichtet. Wer Interesse daran hat, kann nicht nur mitlesen sondern auch mitmachen.

„Paläo“ sagten die alten Griechen, wenn sie etwas sehr alt fanden. „Paläontologie“ heißt deshalb die Wissenschaft von den „alten“ Lebewesen, genauer von den Tieren und Menschen der Urzeit. Einerseits basiert diese Wissenschaft auf harten Fakten, das heißt auf Versteinerungen und uralten Knochen. Andererseits muss sie ihre Thesen und Modelle laufend erneuern. Denn die bisher ausgegrabenen Funde sind über die ganze Welt und über Zigjahrtausende, ja Jahrmillionen verteilt. Die Verbindungslinien zwischen ihnen entstammen eher vorläufigen Annahmen als tatsächlichen Gewissheiten.

Solange wir kein lückenloses Bild von der Evolution haben, kann jeder neue Knochenfund die bisher nachgezeichneten Zusammenhänge wieder in Frage stellen. Um im Bild zu bleiben: Früher entwarf man einen „Stammbaum“, der gradlinig zur „Krone der Schöpfung“, zum Homo sapiens führen sollte. Inzwischen ist daraus ein unübersichtlicher „Stammbusch“ geworden.

Um im Dickicht der Stammesgeschichte den Überblick zu behalten, sollen an dieser Stelle fortlaufend neue „Nachrichten“ aus der Welt der Urmenschen veröffentlicht werden. Natürlich interessieren hier vor allem die Art- oder Zeitgenossen des Steinheimer Urmenschen. Doch da der Homo steinheimensis nicht eindeutig einzuordnen ist, werden unsere Meldungen weit über den Zeithorizont des Homo sapiens und des Neandertalers hinausgehen.

Immer wenn die Tages- oder Fachpresse interessante Neuigkeiten aus der menschlichen Evolution veröffentlicht, soll in Zukunft kurz darüber berichtet werden. Selbstverständlich können diese Kurznachrichten keine Fachpublikation ersetzen. Dafür sollen sie ein interessiertes Laienpublikum auf dem Laufenden halten und gedanklich anregen, sich über den Steinheimer Urmenschen hinaus mit Fragen der Urgeschichte zu beschäftigen.

Schließlich noch eine redaktionelle Nachbemerkung: Für Hinweise und Ergänzungen ist die Web-Redaktion immer dankbar. Wer Mitteilenswertes aus der menschlichen Evolution in den Medien findet, gibt uns einfach einen Wink oder einen Link, damit wir der Sache nachgehen können. Oder noch besser: Sie schicken uns Kopien von Artikeln oder Dateien (per Post oder E-Mail), und wir prüfen, ob und wie sich daraus eine aktuelle Meldung für unsere Startseite machen lässt. So könnte allmählich nicht nur der Kreis der Leser, sondern auch der Kreis der Mitarbeiter wachsen.