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80 Jahre Urmenschen-Fund | 24. Juni 2013

Anlass für ein Fest mit einem interessanten Programm für Jung und Alt

Im Sommer 1933 wurde der Steinheimer Urmensch in der Sigrist-Kiesgrube ans Tageslicht gefördert. Das 80-jährige Jubiläum war für den Förderverein Urmensch-Museum Steinheim Anlass genug ein Fest zu planen.

Dabei wurde nicht nur an die Erwachsenen gedacht. Kinder jeden Alters kommen auch auf ihre Kosten. Eine Steinzeit-Werkstatt vor dem Museum lädt am Sonntag, den 30. Juni von 14 bis 18:00 Uhr zur Kreativität ein. Unter fachkundiger Anleitung einer Museumspädagogin, eines Künstlers und einer Lehrerin können Urmenschen-Köpfe aus Ton geformt, Urzeit-Tiere aus Speckstein geschnitzt und Schmuck und Gebrauchsgegenstände aus der Eiszeit mit verschiedenen Materialien hergestellt werden.

Der Geologe Dr. Bloos führt am Samstag in die Geologie Steinheims ein. Er erläutert u.a., wie der Steinheimer Untergrund die Funde überhaupt erst ermöglicht hat. Die Tour startet um 15 Uhr beim Steppi gegenüber dem Bahnhof.

Höhepunkt des offiziellen Teils ist die Einweihung einer „Tautavel-Ecke“ im Museum. Das Museum in Südfrankreich hat schon einen Platz für den Steinheimer Urmensch reserviert- jetzt wollen es die Deutschen ihnen gleichtun.

Der Förderverein plant, den Dreierbund Homo steinheimensis- Homo heidelbergensis- Homo tautavelensis, der durch die jeweiligen Vereine ins Leben gerufen wurde, zu intensivieren.

Unter den Funden ist der Steinheimer Schädel der jüngste mit seinem zarten Alter von ca. 300.000 Jahren. Das Gegenstück aus dem Süden Frankreichs wurde erst vor ca. 40 Jahren gefunden, ist aber 150.000 Jahre älter. Es sieht aber dem hiesigen Urmenschen trotzdem ein bisschen ähnlich. Der Heidelberger Urmensch sticht beide aus mit seinem Alter von ca. 600.000 Jahren.

Die Vereine hoffen, mit ihrer Zusammenarbeit ihre Museen weiter fördern zu können. Vielleicht können Sie auch einen Beitrag zur Förderung der Wissenschaft leisten. Jetzt soll aber erst mal gefeiert werden.

Dieter Beyerbach