sommerferienaktion 2015 30

Besuch einer Steinzeithöhle in der Nachbarschaft

Eine Gruppe von 26 neugierigen und interessierten Schülern im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren hatten die Mitglieder des Fördervereins Urmensch-Museum Steinheim um sich geschart. Im Rahmen des Sommerferienprogramms führten Elisabeth Zweigle, Thomas Rathgeber, und Gerald Walther die Kinder zu einer Steinzeithöhle, die nur wenige kennen, obwohl sie um die Ecke liegt. Vom S-Bahnhof Backnang-Maubach aus führte Rathgeber, Präparator und Höhlenexperte, die Gruppe abwärts ins Tal und in den Wald hinein. Auf dem Weg durch ein vertrocknetes Bachbett sprach er über die Entstehung von Höhlen und Dolinen, erklärte Schneckenarten, zeigte Laufkäfer und Springkraut.

Der Forscherdrang wurde geweckt, als die Kinder die „Räuberhöhle“ entdeckten. „Ist das eine echte Tropfsteinhöhle?“ fragte Victoria gespannt. Ja, tatsächlich, und naturbelassen! Sie liegt in 5 m Höhe am Hang. So viel höher befand sich damals in der Steinzeit das Niveau der Landschaft. Die Schüler stürmten nun auf diesen Hang zu und versuchten zum Eingang zu gelangen. Ein langes Seil, das schnell befestigt wurde, half denen, die es nicht schafften. In kleinen Gruppen sollte die Höhle erforscht werden. Die kleinen Entdecker erkundeten mit Taschenlampen und Grubenlampen im Kriechgang das Innere der gespenstisch dunklen Höhle. Draußen bauten währenddessen die anderen im Bachbett Steinmauern auf oder schnitzten Stöcke zum Wurstgrillen zurecht. Heinrich Krayl, der das Essen organisiert hatte, entfachte mit Gerald Walther rasch an der Feuerstelle ein kleines Lagerfeuer.

Der Aufbruch wurde bis zuletzt hinausgeschoben. Annika klagte: „Oh, ich wollte doch nochmal ganz weit in die Höhle hinein gehen!“ Aber es war Zeit, zur S-Bahn zu gehen. Im Zug stimmte Gerald Walter mit seiner Gitarre einige fetzige Lieder an und in guter Stimmung ging ein schöner Ausflug zu einer Steinzeithöhle in der Nachbarschaft harmonisch zu Ende.

Bilder vom Ausflug können unter www.foerderverein-urmensch-museum.de betrachtet werden.

 

Liegen geblieben ist eine gelbe Kappe, gesucht wird eine Sigma Fahrradlampe. Bitte bei Frau Zweigle melden, wer weiterhelfen kann, Telefon 07144-2 33 96.

 

<Foto: Elisabeth Zweigle>