Konnte unser Urmensch sprechen?

Ein Bilder-Vortrag von Ekkehard Jürgens am 20. März um 19 Uhr im Urmensch-Museum Steinheim

Tonaufzeichnungen aus der Zeit vor 300 000 Jahren gibt es natürlich keine. Jürgens geht deshalb indirekten Beweisen nach, um herauszufinden, ob der Homo steinheimensis der Sprache mächtig war. Er geht einerseits auf die körperlichen Voraussetzungen andererseits auf die Dinge, die im Zusammenhang mit Urmenschen gefunden worden sind, ein. Dabei berücksichtigt er auch noch Forschungsergebnisse von weit älteren und jüngeren Menschentypen.

Je früher man in der Evolution den Beginn menschlicher Sprache vermutet, desto freundlicher wird das Bild vom Urmenschen. Denn: Wer sprechen kann, der muss uns ähnlich sehen. Noch vor wenigen Jahrzehnten zeigten Zerrbilder den Neandertaler als stummen Wilden mit stierem Blick. Heute hingegen erscheint dieser Urmensch wie selbstverständlich der Sprache mächtig. Und siehe da: Als intelligenter Bursche ist er kaum mehr zu unterscheiden vom modernen Menschen. Auch dieses veränderte Weltbild wird in dem Vortrag angesprochen und anschaulich illustriert.

Ekkehard Jürgens ist in Steinheim kein Unbekannter, er kommt zwar aus Kassel, doch er selbst betrachtet seinen Gastvortrag als „Heimspiel“. Von 1991 bis 2011 hat er an der PH Ludwigsburg Kulturmanagement und Kulturwissenschaft gelehrt. Mehr als zwei Jahrzehnte war Steinheim sein Wohnsitz. Hier hat er das Urmensch-Museum mit Hochschul-Projekten unterstützt und auch den Förderverein mit gegründet.