im jagdlager sommerferienaktion 08 2014 30Im Jagdlager Sommerferienaktion 08-2014vor dem jagdlager sommerferienaktion 08 2014 30Vor dem Jagdlager Sommerferienaktion 08-2014

Mit dem Murmeltier in die Eiszeit | 8. September 2014

Mit dem Murmeltier in die Eiszeit

„Abenteuer Steinzeit“ war der Titel der Sommerferienaktion, die der Förderverein Urmensch-Museum Steinheim angeboten hat. Die Fahrt führte nach Sachsenheim. Dort zeigt eine Sonderaus-stellung Funde aus der Gegend zwischen den Fundorten des Steinheimer und des Heidelberger Ur-menschen.

Am Spielplatz vor dem Museum konnten sich die 7-12 Jahre alten Kinder erst einmal stärken und austoben. Fördervereinsmitglied Gerald Walther hatte seine Gitarre dabei und übte hier seinen selbst komponierten „Steppi-Song“ ein und bereitete damit die Führung vor, ehe man dann zusam-men die Reise in die Vergangenheit antrat. Vor dem begehbaren großen Jagdlager ließ die Museums-führerin die Steinzeit aufleben, indem sie den Alltag eines Steinzeitmenschen möglichst plastisch erscheinen ließ. Dazu hatte sie einen Korb mitgebracht, der mit anschaulichen Beispielen gefüllt war. Mit der Nachbildung von Schneidewerkzeugen durfte jedes Kind dann schließlich selbst Leder zu-schneiden und damit das Ganze noch authentischer wurde, musste sich jeder ein Fell überstreifen und konnte sich so als Urmensch fühlen. Höhepunkt des Museumsbesuchs waren eindeutig die Mit-machaktionen. Beim Spuren-Erkennen waren die Pfotenabdrücke von Wölfen und Bären vielleicht noch zu erraten, aber dass es früher in Sachsenheim auch Murmeltiere gegeben hat und dass die so groß waren -darauf konnte man nicht kommen. Mit viel Eifer schossen die kleinen Urmenschen mit dem Pfeil und Bogen auf einen Büffel und übten mit Tierhaar-Pinseln Höhlenmalerei. Dabei versuch-ten manche den Hirsch oder den Mammut, den ihnen Anneliese Krayl auf den Aufkleber für das Hemd gemalt hatte, als Vorlage zu benutzen. Dann war Rollentausch angesagt: an einer kleinen Gra-bungsstelle konnte man als Archäologe ein Tierskelett freilegen. Dass das mit den Funden alles lange her ist, macht ein Band auf dem Museumsboden klar; es lässt einen die Zeit abschreiten und erspü-ren, wieviel Tausende von Jahren vergangen sind, seit es Eiszeiten gab und die Urmenschen aus Steinheim und Heidelberg gelebt haben.

Weil es draußen regnete, wurde die Kaffeezeit im Jagdlager des Museums verbracht. Dass die Plas-tikbecher so gar nicht zur Umgebung passten, störte dabei niemand. Die Gruppe bedankte sich bei ihrer Führerin mit dem vorher gelernten Steppi-Lied. Im Zug studierten alle das Erinnerungsheft, das Elisabeth Zweigle gestaltet hatte und man versuchte, die Rätsel zu lösen. Ein interessanter Tag, ein gelungenes Sommerferienprogramm -dank der sorgfältigen Vorbereitung und Betreuung- ging zu Ende.

Der Förderverein kann hoffen, dass das Museum wieder neue Interessenten gefunden hat. ^

Dieter Beyerbach

(Bilder: E. Zweigle)