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Programm für Jung und Alt am Internationalen Museumstag im Steinheimer Urmensch-Museum | 6. Mai 2018

Wie fertigt man ein richtiges Abbild von der Urzeit?

 

Der Förderverein Urmensch-Museum hat sich dieses Themas für den diesjährigen Museumstag angenommen. Thomas Rathgeber wird erläutern, dass das Nachbilden vorzeitlicher Lebewesen, z.B. Tiere, aus Fossilfunden viel Geschick erfordert. Das ist aber nicht besonders schwierig, wenn verwandte Formen noch heute leben. Dies gilt auch für das Nachbilden von Urmenschen, die sich – zumindest im mittleren und jüngeren Eiszeitalter – in ihrem Aussehen nicht allzu sehr von uns heutigen Menschen unterschieden haben. Geht man aber ins Detail, muss man vieles beachten: Haltung, Körpergröße, Hautfarbe, Körperbehaarung, Haupthaar, typische Verhaltensäußerungen und anderes. Die Künstlerin, die die im Urmensch- Museum zu besichtigende und nach dem Schädel des Steinheimer Urmenschen gefertigte Figur geschaffen hat, hat sich dieser Aufgabe gestellt und die Urmenschfrau nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gestaltet.

Versucht man in einem weiteren Schritt auch einen einstigen Lebensraum mit Landschaft, Pflanzenwelt und Tieren in einem Bild oder gar räumlich nachzubilden, müssen die Erkenntnisse vieler wissenschaftlicher Disziplinen einfließen. Einige Beispiele (auch missglückte), gibt es dauerhaft im Urmensch-Museum zu besichtigen. Mit weiteren, extra aus dem Naturkundemuseum mitgebrachten Exponaten und mit einer Bilderschau erläutert Thomas Rathgeber diese Themenkomplexe.

Nachbildungen jeder Art erfordern künstlerische Fähigkeiten. Vor dem Museum können Besucher unter Anleitung von Beatrix Hellwage-Rathgeber aus Ton Modelle von vorzeitlichen Tieren oder Köpfe von Urmenschen anfertigen. An einer weiteren Station im Museum dürfen Kinder auf einem Bastelbogen eine Landschaft gestalten, in der ein Steinheimer Steppenelefant auf Nahrungssuche geht.

Termin: Sonntag, 13. Mai 2018, von 12 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.