praehistorische gravuren auf felsplatten geben raetsel auf 30Prähistorische Gravuren auf Felsplatten geben Rätsel auf

Urzeit mal anders

Nicht ganz so weit zurück wie üblich tauchten Mitglieder des Fördervereins Urmensch-Museum Steinheim in die Urgeschichte ein. Sind sie es doch gewohnt, Hunderttausende von Jahren zurück zu blicken. Ihr Weg führte sie nach Savoyen in Frankreich, wo Anne und Heiner Krayl ein interessantes Programm zusammengestellt hatten. Dass sie sich vor Ort auskannten, merkte die Gruppe sogleich. Hatten sie doch viele Urlaubstage dort verbracht und auch entsprechende Kontakte geknüpft, die den Aufenthalt bereicherten.

In Sollières führte Jean François Durand die Gruppe zu einer Grotte, in der menschliches Leben aus der Zeit um 3000 v. Chr. anhand einer Vielzahl von Funden nachgewiesen wurde. Objekte des täglichen Lebens, Kunstprodukte aus Stein und Metall wurden dort geborgen und in das örtliche Museum gebracht. Anhand der Ausstellungsgegenstände lieferte Herr Durand den Nachweis, dass in dieser Zeit im Alpenraum Mensch und Tier zum ersten Mal zusammengelebt haben. Nach einer kurzen Fahrt führte er die Gruppe zu prähistorischen Felsgravuren in freier Landschaft. Dort konnte man auf vielen glatten Steinplatten eingeritzte Bilder von Menschen, Tieren, Gegenständen bestaunen. Die Darstellungen geben bis heute Rätsel auf.

Aber auch die Landschaft kam nicht zu kurz. Im Rahmen des Aufenthalts nahm man im Nationalpark da la Vanoise auf 2350 m Höhe in einer Almhütte das Mittagessen ein. Zum Glück gab es einen Bus, der den Berg hinauf fuhr, so dass die herrliche Gegend in der Höhe erwandert werden konnte.

Das religiöse Leben bestaunte man in zwei Barockkirchen und in einem kleinen Dorf gab es zum Feiertag einen Festumzug zur Kirche mit vielen Menschen in alter Tracht. Hoch droben in den Bergen schaute die Gruppe schließlich einen Ort an, der den Titel „Schönstes Dorf Frankreichs“ trägt. Hier zeigte sich eine gelungene Symbiose von Natur und menschlichen Bauwerken.

Jean François Durand, der übrigens in Heilbronn studiert hat, freute sich sehr über eine Einladung des Fördervereins nach Steinheim. Ihm wird so die Möglichkeit eröffnet, noch tiefer in die Urgeschichte einzudringen. Neben dem Steinheimer Urmensch soll er auch die ältesten Kunstwerke der Welt kennenlernen, die in Höhlen auf der Schwäbischen Alb gefunden wurden.