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Verein Homo heidelbergensis beehrt die Steinheimer mit außergewöhnlichem Programm 15.02.2015

Große Ehre für den Förderverein Urmensch-Museum: der Partnerverein aus Mauer (Fundort des Heidelberger Urmenschen) ermöglicht den Steinheimern einen exklusiven Zugang zum Original des Homo heidelbergensis im Geowissenschaftlichen Institut der Universität Heidelberg.

Um ihre Partnerschaft zu festigen und um den fachlichen und menschlichen Austausch zu pflegen, statteten Mitglieder des Steinheimer Fördervereins dem Urmensch-Verein von Mauer einen Besuch ab. Das Programm startete im denkmalgeschützten und von den dortigen Mitgliedern liebevoll hergerichteten Vereinshaus. Auch die Fundstelle des Heidelberger Urmenschen in einer ehemaligen Sandgrube und ein Abstecher in den Museumsraum des Rathauses fand großes Interesse bei der Besuchergruppe.

Eindeutiger Höhepunkt war jedoch der Moment, als die Kustodin Kristina Eck die Kiste des ca. 600 000 Jahre alten Kiefers aus dem Tresor im Untergeschoss des Geowissenschaftlichen Instituts holte und das wertvolle Stück vor den Steinheimern auspackte. Spontan taten sich beim Anblick des Knochens viele Fragen auf, bei denen es hauptsächlich darum ging, welche Schlüsse die Forschung aus dem steinzeitlichen Fundstück ziehen kann. Und so war es gut, dass die Runde mit Fachleuten gespickt war, die auf jede Frage eine fundierte Auskunft parat hatten.

Der Begegnungen der Vereine, die auch beide Beziehungen zum Urmensch-Verein im französischen Tautavel pflegen, soll neben dem Erfahrungsaustausch beispielweise dazu dienen, die Präsenz in der Öffentlichkeit zu optimieren und Kontakte in die Fachwelt zu erweitern.