sommerferienaktion 2013 im urzeitsteinbruch holzmaden 30Sommerferienaktion 2013 im Urzeitsteinbruch Holzmaden

Von der Urmensch-Stadt zu den versteinerten Urtieren | 22. August 2013

Schon nach einem Tag war die Fahrt zum Urweltsteinbruch in Holzmaden ausgebucht. Heiner und Anne Krayl und Elisabeth Zweigle vom Förderverein Urmensch-Museum Steinheim hatten sich diesen Ausflug zum damaligen Jurameer als Beitrag zum diesjährigen Steinheimer Ferienprogramm ausge-dacht. Sie konnten bei der Abfahrt schon bekannte Gesichter unter den 6 bis 12-jährigen Fans ver-gangener Zeiten begrüßen, denn einige hatten schon im letzten Jahr die Entdeckungstour zu den Urtieren im Naturkundemuseum in Stuttgart mitgemacht.

Damit die zweistündige Anreise nicht langweilig wurde, gab es schon während der Fahrt sorgfältig zusammengestelltes Informationsmaterial, Rätsel und Bilderpuzzles zum Thema Fossilien. Wem das zu schwierig oder zu anstrengend war, der konnte sich die Zeit mit Ausmalbildern vertreiben. Die Begleiter merkten aber rasch, dass sie es mit einer hochmotivierten Truppe zu tun hatten und so verging die Zeit bis Kirchheim (Teck) ohne Langeweile und wie im Flug. Vor dem Steine-Klopfen und dem letzten Teil der Anreise gab es eine Stärkung und im Steinbruch in Holzmaden schritt man dann endlich zur Tat. Munter wurde drauflos gehämmert und die Begeisterung war groß, als die ersten Ammoniten aus dem Schiefergestein freigelegt werden konnten. Bei manchem Teilnehmer gab es ein Problem, weil der Rucksack wegen der geborgenen Versteinerungen zu schwer wurde und man sich von ein paar Stücken wieder trennen musste. Fast alle konnten ihr Dino-Verbandspflaster aber unbe-nutzt mit einpacken, weil sie beim Hämmern konzentriert zugeschlagen hatten. Beim Besuch im Mu-seum, das dem Steinbruch angegliedert ist, war dann wieder Geistesarbeit gefragt. Die Jungs und Mädchen sollten während der Führung herausfinden, welches die berühmtesten Fossilien von Holz-maden sind, ob der Ichthyosaurier vor oder nach dem Meereskrokodil gelebt hat oder welche Mee-resbewohner „Donnerkeile“ genannt werden.

Bepackt mit Funden und viel neuem Wissen kehrten die 29 Teilnehmer wieder in die Urmenschen-stadt zurück. Elisabeth Zweigle und das Ehepaar Krayl vom Förderverein sind sich sicher, dass sie auch im nächsten Jahr wieder einen Ausflug zum Thema ‚Urzeit‘ anbieten werden. Sie hoffen, dass sich dann wieder eine so gute Mannschaft finden wird, die auch für die Begleiter die Tour zu einem schönen Erlebnis werden lässt.

Dieter Beyerbach