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Wie im echten Krimi: Naturdetektive ermitteln | 20. August 2016

Eine ganz besondere Ausstellung findet sich seit März im Staatlichen Museum für Naturkunde -Schloss Rosenstein. Vier Tatorte laden zum Mitmachen ein. Es geht um geheimnisvolle Verbrechen. Die Täter müssen anhand von Indizien ermittelt werden. Und dabei lernt man -ohne dass man das vielleicht merkt- die Natur besser kennen.

21 Mädchen und Jungen trauten sich die Ermittlungsarbeit zu. Sie folgten der Einladung des Fördervereins Urmensch-Museum Steinheim zur diesjährigen Sommerferienaktion. Begleitet wurden sie von Elisabeth Zweigle, Anneliese und Heinrich Krayl sowie Daniel Zweigle, der seine Freundin Jessica mitbrachte.

Schon die Fahrt zum Nordbahnhof war aufregend: wegen eines Brandes im Tiefbahnhof musste die Gruppe die S-Bahn in Kornwestheim verlassen und umsteigen. Der Weg durch den Rosensteinpark gestaltete sich bei strahlendem Sonnenschein sehr angenehm.

Damit die künftigen Detektive die Details in der Natur richtig erfassen und deuten können, müssen sie zunächst ein Training absolvieren, das ihnen etwas Fachwissen beibringt. Zum Beispiel müssen sie Fußspuren und Federn den entsprechenden Tieren richtig zuordnen können. Die dabei gestellten Aufgaben bewältigten alle vorbildlich und so erhielt jeder ein Detektivbuch. Jetzt galt es, in Gruppen weiter selbstständig zu ermitteln. Die Detektive mussten Geräusche erkennen, Hinterlassenschaften von Tieren zuordnen, Zeugenaussagen auswerten und einen DNA-Test analysieren – wie bei echten Kriminalfällen eben. Verschiedene Hilfsmittel, etwa ein Telefon oder ein Labor, halfen bei der Aufklärung. Alle Ergebnisse wurden im Detektivheft festgehalten. Als der erste Fall gelöst war, gab es zur Bestätigung, dass er richtig gelöst wurde, erstmal einen Stempel. Danach stärkten sich die jungen Kriminalisten mit Fleischkäsewecken und Getränken auf der Wiese vor dem Museum. Die meisten wollten nach dem Essen nicht viel Zeit verlieren und eilten eifrig schon zum nächsten Tatort. Die Zeit verflog schnell und ehe der Rückweg angetreten wurde, holten sich die meisten noch den dritten Stempel zum Stuttgarter Naturdetektiv-Diplom ab.

Nicht ganz so aufregend wie bei der Hinfahrt war ein Zwischenfall auf dem Rückweg: eine verloren gegangene Kappe wurde wieder gefunden und so konnte man noch unbeschwert einen Stopp beim Spielplatz einlegen, ehe die Heimfahrt angetreten wurde. Der Ausflug hat nicht nur den Kindern Spaß gemacht, auch den Begleitern hat er viel Vergnügen bereitet. Einigen Eltern wird es wohl bald auch so ergehen, wenn ihr frischgebackener Detektiv seinen letzten Fall noch bearbeiten will. Bis 6. November kann man das noch erledigen.