bm winterhalter beyerbach liebig 1 30BM Winterhalter-Beyerbach-Liebig

Pressetext vom 22.09.2019

Anlässlich der 10-Jahr-Feier macht der Bürgermeister dem Förderverein Hoffnung

 

Auf den Tag genau nach 10 Jahren feierte der Förderverein Urmensch-Museum seine Gründung bei einem gemeinsamen Treff im Gasthof Lamm. Bürgermeister Thomas Winterhalter betonte in seinem Grußwort, dass schon einer seiner Vorgänger vor Jahrzehnten, Bürgermeister Ullrich, überlegt hatte, einen Förderverein zu gründen. Der jetzige Förderverein fülle das Museum mit Leben. Dafür sei ihm die Stadtverwaltung und der Gemeinderat dankbar. Seit der Verein aktiv ist, gingen die Besucherzahlen wieder nach oben. Ein Lichtblick für die Zukunft könnte der Europäische Verband für territoriale Zusammenarbeit werden, dem die Stadt Steinheim beigetreten ist. Vielleicht gelinge es auf diesem Weg, an Fördermittel für die Modernisierung des Urmensch-Museums zu kommen.

Die Vorsitzende Hilde Beyerbach ging in ihrer Rede zum Jubiläum auf die Umstände ein, die zur Entstehung des Fördervereins geführt haben: „ Ein Museum altert, genauso wie wir. Doch im Gegensatz zu uns hat gegen das Altern des Urmensch-Museums lange niemand angekämpft.“ Die Projektarbeit einer Studentengruppe der PH Ludwigsburg unter Leitung des Dozenten Ekkehard Jürgens brachte die Wende. Die Bevölkerung habe gemerkt, welcher Schatz verloren ginge, wenn das Urmensch-Museum nicht die notwendige Pflege und Aufmerksamkeit erhielte. Im Anschluss an die Projektarbeit hat der damalige Bürgermeister Thomas Rosner die Gründung dieses Fördervereins in die Wege geleitet. Zur Gründungsversammlung trafen sich damals 20 interessierte Bürger. Als Meilensteine in der Entwicklung des Vereins nannte die Vorsitzende die Erstellung eines Internetauftrittes fürs Urmensch-Museum, der neben Informationen zum Verein selbst hauptsächlich Informationen zu den Steinheimer Funden und zum Museum enthält. Außerdem veranstaltet der Verein Vorträge mit hochkarätigen Referenten. Gut aufgenommen werden die vielfältigen Angebote für Kinder: Monatsrätsel, Info-Karten, Programme zum Internationalen Museumstag, Schreibwettbewerb, Sommerferienprogramm. Infotafeln an der Fundstelle des Urmenschen-Schädels machen den Platz attraktiver. Als Höhepunkt nannte Hilde Beyerbach die durch eine großzügige Spende eines Mitgliederehepaares ermöglichte Anschaffung einer Dermoplastik des Urmenschen, die „Homo Lisa“, wie sie nach einer Umfrage unter Museumsbesuchern genannt wird.

Für die Zukunft wünscht man sich, dass das Urmensch-Museum dem modernen Standard angepasst wird. „Wir werden nicht müde darauf hinzuwirken, dass die Entscheidungsträger der Stadt erkennen, dass die Pflege des Urmensch-Museums dem Image der Stadt Steinheim zugutekommt“ schloss die Vorsitzende ihre Rede.

Der Vorsitzende des Vereins Homo heidelbergensis aus Mauer gab in seinem Grußwort zu erkennen, dass man sich über die über die nun 10 Jahre gepflegten Beziehungen freut. Die „Mauermer“ brachten eine gerahmte Glückwunsch-Urkunde mit, mit der sie den Steinheimern weiterhin viel Erfolg bei ihrer „großartigen Arbeit“ wünschen.

Dieter Beyerbach