foev gemeinderraete 2 30Stadträte im Gespräch mit Mitgliedern des Fördervereins

Pressetext vom 05.12.2019

Verhindert der Brandschutz die Modernisierung des Urmensch-Museums?

Mit den Entscheidungsträgern der Stadt wollte der Förderverein Urmensch-Museum Steinheim ins Gespräch kommen. Anlass für das Treffen war die Sorge um die Zukunft des Museums. Erfreut stellte die Vorsitzende Hilde Beyerbach fest, dass die Gemeinderatsfraktionen Vertreter entsandt hatten (die Freien Wähler mussten kurzfristig absagen). Alle Stadträte gaben an, dass sie einen persönlichen Bezug zum Museum haben, dass es eine wichtige Bedeutung für Steinheim hat.

Hilde Beyerbach gab einen kurzen Überblick über die bisherige Arbeit des Fördervereins. Eine lange Liste von Verbesserungsvorschlägen für die Zeit nach den bevorstehenden Bauarbeiten zum Brandschutz wurde anschließend diskutiert. Petra Schubert (Grüne) konnte nicht verstehen, dass die Verbesserung der Heizung und der Raumluft nicht jetzt schon angegangen wird. Im Zuge der Arbeiten könnte auch der alte Teppichboden erneuert werden. Audio-Guides zählten heute bei jungen Besuchern zum Standard. Rainer Breimaier (Grüne) bemängelte, dass im städtischen Haushaltsplan bis 2023 keine Mittel für die Steigerung der Attraktivität des Museums vorgesehen sind. Er äußerte die Befürchtung, dass der Brandschutz eine neue Konzeption für das Museum totschlage. Uwe Löder (CDU) war der Meinung, dass nach den Brandschutzmaßnahmen etwas folgen müsse: „Es stellt sich nicht die Frage, dass man etwas macht, sondern wann man es macht.“ Die Vorsitzende erinnerte daran, dass einen einstimmig verabschiedeten Beschluss des Kultur- und Sportausschusses aus dem Jahr 2014 gibt, der ein Modernisierungskonzept von Lisa Rager (Naturkundemuseum) gebilligt hat. Das Urmensch-Museum ist eine „Zweigstelle“ des Stuttgarter Museums. Dr. Jürgen Thalemann (SPD) will, dass dieses Museum mehr in die Zukunftsplanung eingebunden wird. Man soll sich von dort Sachverstand und eventuell finanzielle Unterstützung erbitten.

Einig waren sich alle darüber, dass die Modernisierung des Urmensch-Museums nicht ewig hinaus geschoben werden darf und deshalb in absehbarer Zeit konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht werden sollen.