Urmensch-Plastik soll das Steinheimer Museum aufwerten und weiter für positive Bilanz sorgen | 15. März 2017

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Anlässlich der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Urmensch-Museum Steinheim warf die Vorsitzende Hilde Beyerbach einen Blick in die Zukunft und Sie bedankte sich für die Unterstützung durch die Mitglieder im letzten Jahr. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Neuwahlen finden im zweijährigen Turnus statt.

Die Vorsitzende berichtete im Ausblick auf 2017 von Ideen zur Modernisierung des Urmensch-Museums. Dabei kommt die Geldspende eines Bürgers gerade zum richtigen Zeitpunkt. Da ein umfangreicherer Umbau des Museums wegen Brandschutzforderungen zu teuer kommt, hat der Verein den Vorschlag, die großzügige Spende des Bürgers für die Anschaffung einer so genannten Dermoplastik zu verwenden. Das ist eine Nachbildung, wie man sie zum Beispiel im Schöninger Paläon-Museum betrachten kann. Es ist daran gedacht, eine lebensgroße Figur des Homo steinheimensis so, wie er wahrscheinlich ausgesehen hat, dem Museumsbesucher zu präsentieren. Gefertigt werden solche Figuren vom Atelier Daynès in Paris, das sich weltweit einen guten Ruf erworben hat. Der Förderverein beteiligt sich mit 5.000 €, dazu kommt die Bürgerspende von 30.000 €, die Stadt hat weitere 10.000 € in den Haushaltsplan eingestellt. Damit könnte man –und das ist ja das Ziel des Vereins- die Attraktivität des Museums als Ausflugsziel erheblich steigern. „Das wünschen wir uns für den 50. Geburtstag des Museums, der im Jahr 2018 stattfindet.“

 

„Wir haben ein erfolgreiches Jahr hinter uns“ bilanzierte die Vorsitzende des Fördervereins

Urmensch-Museum im Rückblick. Hilde Beyerbach führte unterschiedliche Belege an. So zum Beispiel die Anzahl der Kinder, die am Monatsrätsel teilgenommen haben. Jeden Monat werden zwei Kinder prämiert, die ihre richtige Lösung über die Homepage des Vereins einreichen. In der ersten Märzwoche gingen schon 4 Lösungen ein. Das Rätsel gibt es mit der Eintrittskarte.

Veranstaltungen wie die Urmenschen-Schädel- und Steinzeitwerkzeuge-Sonderschau zum internationalen Museumstag und Sonderführungen betreut durch Vereinsmitglieder gehören beinahe schon zur Routine und werden gut angenommen. Schließlich war eine Neuauflage der kostenlos ausgegebenen Infokärtchen für Kinder nötig. Diese Kärtchen werden vollständig vom Verein und mit großem Aufwand gefertigt, diesmal halfen sogar syrische Flüchtlinge kostenlos beim Binden der über 2000 Bündel zu je 13 Infokarten mit. Auch für Kinder gedacht ist die Darbietung von Filmen zum Marktplatzfest und der Beitrag zum Sommerferien-Programm der Stadt. Sie sind feste Bestandteile des Jahresprogramms.

Neu war in diesem Jahr der Ausflug ins Lonetal und in den Archäopark Niederstotzigen, der gemeinsam mit dem Albverein Steinheim durchgeführt wurde. Für dieses Jahr plant der Verein als Besonderheit noch einen Vortrag mit Dr. Jordi Serangeli, der als Grabungsleiter die Schöninger Speere mit entdeckt hat. Sie sind ungefähr so alt wie der Steinheimer Urmensch. Zum festen Programm hingegen gehören gegenseitige Besuche mit dem Verein Homo heidelbergensis aus Mauer. Auch die häufige Erwähnung des Vereins in der lokalen Presse und die vielfältige Nutzung der Website führte die Vorsitzende in ihrer Bilanz als positives Moment an. Sie wird ständig aktuell gehalten und punktet unter anderem mit interessanten Beiträgen aus der Welt der Urmenschen, die ein Journalist, der auch in der Stuttgarter Zeitung schreibt, speziell anfertigt.

Dieter Beyerbach, Pressereferent