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Verjüngungskur zum Fünfzigsten

Die Stadt Steinheim hat sich entschlossen, ihr Aushängeschild für die Zukunft zu modernisieren. Der Besuch im Urmensch-Museum soll zum Erlebnis werden, – natürlich weiterhin auf streng wissenschaftlicher Basis. Die Besucher werden künftig sofort erkennen können: Wo in der Erdentwicklung sind die Steinheimer Tierknochen-Funde einzuordnen? Und wo in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit steht der Homo steinheimensis?

So sieht es das vom Naturkundemuseum Stuttgart für das Steinheimer Urmensch-Museum entwickelte Konzept vor. Ein roter Faden soll sich sichtbar durch das ganze Haus ziehen. Dabei werden neue Medien wie Tablet-Computer und Apps für Smartphones zum Einsatz kommen. Außerdem gibt es direkte sinnliche Eindrücke – durch eine dreidimensionale Nachbildung der Lebenswelt der Urmenschen. Die Texttafeln werden erneuert, den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst und kürzer und leichter verständlich formuliert. Eine Zeitschiene und übersichtliche Grafiken sollen bessere Orientierung bieten. Für die Kinder – und nicht nur für sie – wird es interaktive Stationen geben sowie Anschauungsstücke zum Anfassen. Eine spannend aufgebaute Anordnung soll den Gang durch die Ausstellung kurzweilig gestalten.

Das letzte Wort hat nun der Gemeinderat. Gibt er die notwendigen Mittel frei, dann wird das Urmensch-Museum an seinem 50. Geburtstag im Jahr 2018 jünger sein als je zuvor. Und die Steinheimer können, wenn alles fertig ist, mit neugierigen Besuchern aus nah und fern ein strahlendes Geburtstagskind feiern.

 

Stuttgarter Zeitung / Marbacher Zeitung 20.11.2014
Das Museum soll zum Erlebnis werden

Ludwigsburger Kreiszeitung 20.11.2014
Der Schädel rückt ins rechte Licht