Kleine Vereins-Chronik

2017

Mit Mitteln des Fördervereins und einer großzügigen Bürgerspende wird als Attraktion für das Museum eine lebensechte Nachbildung der Steinheimer Urmenschfrau beschafft. Die Dermoplastik wird von Elisabeth Daynès, Paris, geschaffen und in Anwesenheit der Künstlerin eingeweiht. Als begleitende Maßnahme werden auch die verblassten Bilder im Obergeschoss erneuert.

Der Förderverein beteiligt sich am Internationalen Museumstag mit einem kunsthandwerklichen Angebot für Kinder und einer kleinen Sonderausstellung für Erwachsene. Am Fundtag des Urmenschen veranstaltet er kostenlose Führungen durchs Museum und am Marktplatzfest werden wieder kurze Kinderfilme zur Steinzeit gezeigt. Am Sommerferienprogramm der Stadt beteiligt sich der Verein mit einem Tagesausflug ins Carl-Schweizer-Museum in Murrhardt. Die Vortragsreihe wird mit einem Vortrag von Dr. Jordi Serangeli über die Ausgrabungsstätte Schöningen, der Fundstelle der weltberühmten Schöninger Speere, fortgesetzt. Dr. Serangeli thematisiert dabei auch den Zusammenhang der Fundstelle Schöningen mit der Fundstelle Steinheim an der Murr.

Die Bemühungen des Fördervereins, die Öffnungszeiten des Museums besucherfreundlicher zu gestalten, führen 2017 zum Erfolg. Das Museum hat nun durchgehende lange Öffnungszeiten. Am Radweg wird an der Brücke über die Murr auf Betreiben des Vereins ein Hinweisschild zum Urmensch-Museum angebracht. Die Partnerschaft und der Gedankenaustausch mit dem Verein Homo heidelbergensis wird mit einer Einladung der Mauerer Freunde nach Steinheim gepflegt.

2016

Zum dritten Mal nimmt das Urmensch-Museum am Internationalen Museumstag teil. Der Verein zeigt an diesem Tag eine Sonderschau verschiedener Urmenschen-Schädel und Stein-Werkzeuge von Urmenschen. Am Fundtag des Steinheimer Urmenschen unternimmt der Verein zusammen mit dem Albverein eine Familienausfahrt ins Lonetal, die mit einem Besuch im Archäopark Niederstotzingen abgerundet wird. Im Urmensch-Museum bietet der Verein zu diesem Anlass zwei Führungen durchs Museum mit anschließendem Gang zur Fundstelle an. Am Marktplatzfest werden im Museum kurze Kinderfilme zur Steinzeit gezeigt, und am Sommerferienprogramm der Stadt Steinheim beteiligt sich der Förderverein wieder traditionell mit einem Tagesprogramm – diesmal geht‘s zur Ausstellung „Naturdetektive“ des Naturkundemuseums Stuttgart. Der Verein verfolgt weiterhin das Ziel, besucherfreundlichere Öffnungszeiten des Urmensch-Museums zu erreichen. Durch die Übernahme des Thekendienstes über die Mittagszeit an den Sonntagen Juni bis September kann an diesen Tagen das Museum durchgehend offen bleiben. Die Infokarten für Kinder werden in einer Auflage von 2.000 Stück nachgedruckt; es gibt das Kartenbündel weiterhin kostenlos mit der Eintrittskarte. Eine kleine Delegation besucht den Verein Homo heidelbergensis in Mauer und pflegt so den Kontakt und den fachlichen Austausch.

2015

Fürs Urmensch-Museum hat der Förderverein Infokarten für einen Rundgang für Kinder in zwölf Stationen entwickelt. Diese Karten werden kostenlos an alle Kinder, die das Museum besuchen, ausgegeben. Seine Vortragsreihe setzt der Förderverein mit dem Vortrag „Konnte unser Urmensch sprechen? Eine Spurensuche in Natur- und Kulturgeschichte“ fort. Zum Fundtag des Steinheimer Urmenschen lädt der Verein zu einer Führung durch die neue Eiszeitausstellung des Naturkundemuseums Stuttgart ein. Für Kinder findet zum Fundtag des Steppenelefanten eine Steinmetz- und Bastelaktion vor dem Urmensch-Museum statt. Im Rahmen des Sommerferienprogramms veranstalten Vereinsmitglieder einen Ausflug in eine steinzeitliche Höhle in der Region. Die Partnerschaft mit dem Verein Homo heidelbergensis pflegt der Verein mit einem Besuch in Mauer, dessen Höhepunkt die Besichtigung des Original-Unterkiefers des Homo heidelbergensis in der Universität Heidelberg bildet. Beim Gegenbesuch werden den Mauerer Gästen bei einer geologischen Führung die besonderen Umstände erläutert, die in Steinheim zu den außerordentlichen steinzeitlichen Fundstellen geführt haben. Wie in den beiden Jahren davor, unterstützt der Verein die Stadt wieder in dem Bemühen um besucherfreundliche Öffnungszeiten; während der Sommermonate übernehmen Vereinsmitglieder sonntags über Mittag den Museumsdienst.

2014

Bei der Leistungsschau des Bundes der Selbstständigen präsentiert sich der Förderverein am Stand der Stadt Steinheim. Ziel ist es, neue Mitglieder zu gewinnen. Als Werbung fürs Urmensch-Museum bietet der Förderverein Plüsch-Steppis zum Verkauf an. Den Internationalen Museumstag gestaltet der Verein mit einem ganztägigen Programm im Urmensch-Museum durch eigene Mitglieder: Im Obergeschoss erhalten die Besucherinnen und Besucher fachkundige Auskunft zu geologischen Fragen, im Erdgeschoss  erläutert ein Experte aus dem Verein anhand von Original- Knochen, wie man vorgeht, um Knochen zu präparieren und zu bestimmen. Wie im Vorjahr übernimmt der Verein während der Sommermonate über Mittag den Thekendienst im Urmensch-Museum und sorgt so für besucherfreundliche Öffnungszeiten. Beim Marktplatzfest zeigt der Förderverein im Museum Kurzfilme zum Thema Steinzeit. Seine Vortragsreihe setzt er mit den beiden Vorträgen  „Fritz Berckhemers Forschungen zur Tierwelt des Eiszeitalters von Steinheim an der Murr“ und „Homo heidelbergensis – der Urmensch von Mauer“ fort. Zum Sommerferienprogramm der Stadt Steinheim steuert der Förderverein einen Ausflug zur Steinzeitausstellung nach Sachsenheim bei.  Den Abschluss des Vereinsjahres bildet ein Preisrätsel für Kinder und Erwachsene bei der feierlichen Umsetzung der Skulptur des Steppenelefanten in den neuen Kreisverkehr.

2013

Der Verein ruft das Urmenschjahr 2013 aus und bietet zum 80-jährigen Fundjubiläum des Homo steinheimensis ein vielseitiges Programm. Der Höhepunkt des Programms stellt das Sommerfest mit einer großen Steinzeitwerkstatt für Kinder, der Übergabe einer Wechselausstellung zu Tautavel und einer Exkursion zur Geologie des Steinheimer Umfelds dar. Weiterhin war die Übergabe von Fahnen für die Urmensch-Stadt Steinheim für öffentliche Anlässe, die Übergabe von Infotafeln nahe des Fundorts des Homo steinheimensis bzw. das Sommerferienprogramm für Kinder („Eine Reise zu den Urtieren“) Bestandteil des Programms zum Urmenschjahr 2013. Erstmalig wurde ein Museumsdienst zur Verlängerung der Öffnungszeiten des Museums an Sonntagen angeboten – Mitglieder des Fördervereins übernahmen auf freiwilliger Basis die Betreuung des Empfangs im Museum.

2012

Der Verein startet seine Website , nach fast einjähriger Vorbereitung. Das inhaltliche Angebot ist eine Gemeinschaftsleistung der Aktivitätengruppe. Die digitale Gestaltung durch eine Karlsruher Projektagentur wird von der Kreissparkasse Ludwigsburg finanziert. – Die Stadt feiert die Wiedereröffnung des renovierten Urmensch-Museums. Aus diesem Anlass übergibt der Verein zwei hölzerne Spiel- und Aktionstürme, die speziell für die museumspädagogische Arbeit mit Kindern entwickelt wurden. Einen Teil der Herstellungskosten übernimmt die Allianz-Versicherung. Weiterhin startet der Verein mit seiner Vortragsreihe im März mit dem Thema „Wo die Kunst erfunden wurde – Eine Bilderreise zu den Höhlen der Schwäbischen Alb“ und führte eine weitere Exkursion nach Bad Cannstatt durch. Das Sommerferienprogramm wird für Kinder ebenfalls erneut angeboten und Steppi in den Winterschlaf mit einem Laternenlauf verabschiedet.

2011

Der Verein lädt mehrfach zum „Museums-Frühstück“ (mit Museums-Führung) ein. – In drei Exkursionen fahren Vereinsmitglieder zu Museen und Ausstellungen mit verwandter Thematik (Stuttgart, Mauer, Güglingen). – In einem für Kinder entwickelten Sommerferien-Programm fahren 21 Mädchen und Jungen zum Keltenmuseum in Hochdorf. – Zum Jahresende wird beim Stahlskelett des Steppenelefanten eine Informationstafel enthüllt und der Stadt übergeben. Ein Laternenumzug mit Kindern führt vom Denkmal zum Museum, wo „Steppi“ für einige Wochen in den Winterschlaf geht (wegen Renovierungsarbeiten).

2010

Der Förderverein steht jetzt auch offiziell als „e.V.“ im Vereinsregister. Gemeinsam wird ein neues Logo entwickelt, ein erster Flyer zur Selbstdarstellung erscheint. – Bei einer Wanderung vor Ort werden die geologischen Besonderheiten der Steinheimer Region erläutert. – Beim „Steppi“-Fest der Stadt Steinheim tritt der Verein zum ersten Mal öffentlich in Aktion. Anlass ist das 100jährige Fundjubiläum des Steinheimer Steppenelefanten. Vereinsmitglieder vermitteln einen fachlich kompetenten Festvortrag (Dick Mol aus Holland), organisieren eine Steinzeit-Spielstraße für Kinder und übernehmen die Bewirtung bei der Enthüllung des „Steppi“-Stahlskeletts.

2009

Im Sommer präsentiert eine studentische Projektgruppe der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg (Institut für Kulturmanagement) dem Gemeinderat neue Ideen für eine Professionalisierung der Museumsarbeit. Der Plan enthält Verbesserungsvorschläge für die Besuchergewinnung und die Öffentlichkeitsarbeit in mehreren Jahresetappen. Eine Studentin erfindet den Namen „Steppi“, gedacht als neue Identifikationsfigur für Kinder. Zu den Vorschlägen zählt auch die Gründung eines Fördervereins. – Im Herbst ist es soweit: Der „Förderverein Urmensch-Museum Steinheim“ wird mit aktiver Unterstützung des Bürgermeisters und des Gemeinderats gegründet.

1968

Im Zusammenhang mit der Museumsgründung wurde auch an einen Förderverein gedacht. Noch vor der offiziellen Eröffnung des Museums tagte im Februar 1968 der vorbereitende Ausschuss der Stadt unter Vorsitz des Bürgermeisters Ulrich. Bei dieser Gelegenheit wurde die Bezeichnung „Urmensch-Museum Steinheim“ festgelegt und die „Gründung eines Vereins der Freunde“ angeregt. Das neue Museum hat die Stadt Steinheim am 31. Mai 1968 eröffnet. Der Förderverein ließ mehr als 40 Jahre auf sich warten.