Frühere Rätsel und Gewinner

Juni 2022

monatsraetsel juni 2022 37

Lösung

  • Auf dem Bildausschnitt ist zu sehen: … ein Mittelfußknochen.
  • Das rätselhafte Einzelteil gehört zu: … einem Rothirsch. Zur Zeit ihres Vorkommens bei Steinheim liebten die Rothirsche die lichten Laubwälder mit dem dazwischen liegendem offenen Grasland der Flusstäler von Murr und Bottwar. Während besonders kalter Abschnitte des Eiszeitalters, in denen es nur noch Steppenvegetation gab und auch entlang der Flüsse keine Bäume mehr wuchsen, ist der Rothirsch in wärmere Gebiete ausgewichen. Heute leben die Rothirsche in großen, oft auch bergigen Waldgebieten. Nicht nur Rothirsche, fast alle heutigen Tierarten gab es auch schon im Eiszeitalter.
  • Ich habe es in folgendem Raum des Museums gefunden: … im Raum des Steppenelefanten, Erdgeschoss rechts

Gewinner

Greta Schlegel aus Stuttgart

Mai 2022

monatsraetsel mai 2022 37

Lösung

  • Auf dem Bildausschnitt ist zu sehen: … Hörner.
  • Das rätselhafte Einzelteil gehört zu: … einem Wasserbüffel, Bubalus murrensis. Diese Hörner wurden in derselben Erd-schicht wie der Schädel des Steinheimer Urmenschen gefunden. Beide, Urmensch und Wasserbüf-fel, haben also ungefähr zur selben Zeit gelebt. Wasserbüffel mögen tropisches bis subtropisches Klima wie es in Südostasien herrscht. Dort leben sie noch heute. In kalte Gebiete würden Wasser-büffel nicht freiwillig einwandern. Der Fund dieses Schädelstücks eines Wasserbüffels beweist, dass zur Zeit der Urmenschen in der Gegend um Steinheim ein sehr mildes Klima geherrscht haben muss – eine Warmphase innerhalb des Eiszeitalters.
  • Ich habe es in folgendem Raum des Museums gefunden: … EG links, im Raum mit der Empfangstheke.

Gewinner

Benjamin Schuster aus Freiberg am Neckar

April 2022

monatsraetsel april 2022 37

Lösung

  • Auf dem Bildausschnitt ist zu sehen: … Brustwirbel und Rippen.
  • Das rätselhafte Einzelteil gehört zu: … einem Steppenbison. Eine Reihe von besonderen geologischen Zufällen sorgte vor Hunderttausenden von Jahren dafür, dass gerade in Steinheim so viele Reste steinzeitlicher Tiere und sogar der Schädel eines Urmenschen ausgegraben werden konnten. In Steinheim hatte sich eine Senke gebildet, in der sich lockeres Geröll ansammelte. In dieser lockeren Schicht konnten Tausende Knochen und Zähne die Jahrhunderte relativ unbeschadet überstehen ohne bis zur Unkenntlichkeit zerquetscht zu werden, wie das bei uralten Ablagerungen sonst meist der Fall ist. Die Knochen vom Skelett eines Steppenbisons stammen alle von demselben Tier und liegen so in der Vitrine, wie sie im Kiesbett gefunden wurden. So viele zusammengehörige Teile werden selten gefunden.
  • Ich habe es in folgendem Raum des Museums gefunden: … im EG rechts.

Gewinner

Mathilda aus Marbach

März 2022

monatsraetsel maerz 2022 37

Lösung

  • Auf dem Bildausschnitt ist zu sehen: …. ein Faustkeil.
  • Das rätselhafte Einzelteil gehört zu: … Steinheimer Urmensch. Faustkeile waren die typischen Werkzeuge der Urmenschen. Sie wurden in der Regel aus sehr hartem Gestein, meist aus Feuerstein (Silex), hergestellt und hatten eine ovale Grundform. Die Kanten waren an der spitzen Seite des Keils beidseitig geschärft. Faustkeile wurden je nach ihrer Form zum Schneiden, Kratzen, Schaben oder Bohren eingesetzt – ein Allround-Werkzeug. Untersuchungen haben ergeben, dass der Gebrauch vor allem mit der Jagd und dem Ausweiden der Beute zusammenhängt. Fast zwei Millionen Jahre lang wurden Faustkeile benutzt. Auch der Heidelberger Urmensch und der Steinheimer Urmensch haben mit Sicherheit Faustkeile als Werkzeug eingesetzt. Eindeutig als Faustkeile identifizierbare Fundstücke gibt es aber weder aus Heidelberg noch aus Steinheim. In Steinheim wurde ein Stück aus Kalkstein gefunden, das ein Faustkeil sein könnte. Ob es aber tatsächlich einer ist, ist umstritten. Der „Steinheimer Faustkeil“ wird im Naturkundemuseum Stuttgart verwahrt.
  • Ich habe es in folgendem Raum des Museums gefunden: … im Obergeschoss rechts.

Gewinner

Pia und Jule Linke aus Kirchberg

Februar 2022

monatsraetsel februar 2022 37

Lösung

  • Auf dem Bildausschnitt ist zu sehen: … ein Teil eines Schädels eines Vormenschen.
  • Das rätselhafte Einzelteil gehört zu: … Australopithecus africanus. Bei den „Australopithecinen“ handelt es sich um eine ganz frühe Urmenschenart, die vor Millionen von Jahren in Afrika gelebt hat. In Afrika haben alle Menschen ihren Ursprung. Dort wurden die ältesten menschlichen Knochen gefunden. Die Urmenschen und auch wir heute lebenden modernen Menschen stammen von Vorfahren ab, die von Afrika aus die Welt besiedelten. Deshalb spricht man von Afrika als der „Wiege der Menschheit“.
  • Ich habe es in folgendem Raum des Museums gefunden: … OG links im rechten Raum.

Gewinner

David Farr aus Steinheim

Januar 2022

monatsraetsel januar 2022 37

Lösung

  • Auf dem Bildausschnitt ist zu sehen: … Knochen eines Schwanzes.
  • Das rätselhafte Einzelteil gehört zu: … einem Steppenelefanten, der vor 200.000 Jahren in Steinheim gelebt hat und 4 Meter hoch war. Sein Skelett wurde fast vollständig gefunden. Auffallend war sein gewaltiger Schädel mit zwei außerordentlich starken und gekrümmten Stoßzähnen. Das im Urmensch-Museum ausgestellte Exemplar wurde aus Abgüssen der Originalknochen montiert. Der Steinheimer Steppenelefant und der Steinheimer Urmensch konnten sich niemals begegnen, denn der Steppenelefant lebte mehr als hunderttausend Jahre später als der Urmensch. Zur Zeit des Steppenelefanten war das Klima wieder kälter geworden und die Gegend war menschenleer.
  • Ich habe es in folgendem Raum des Museums gefunden: … im Erdgeschoss rechts

Gewinner

Arne aus Bietigheim

Dezember 2021

monatsraetsel dezember 2021 37

Lösung

  • Auf dem Bildausschnitt ist zu sehen: … Spitzen eines Geweihs.
  • Das rätselhafte Einzelteil gehört zu: … einem Steppenriesenhirsch. Der Steppenriesenhirsch war ein Tier der sogenannten „Kaltzeit“ der Eiszeit. Damals war die Gegend um Steinheim menschenleer, die Men-schen mussten in wärmere Gegenden weiterziehen. In den letzten 500.000 Jahren gab es drei große Eiszeiten. Sie wurden von kurzen Warmzeiten unterbrochen. Die Klimaschwankungen der Erde beeinflussen die Lebensbedingungen aller Lebewesen. Auch die Menschen mussten sich immer neuen Temperaturen und einer dadurch veränderten Umwelt anpassen. Neue Ideen und Techniken waren notwendig, um zu überleben. Das ist bis heute so geblieben.
  • Ich habe es in folgendem Raum des Museums gefunden: … im Erdgeschoss rechts.

Gewinner

Moritz Harth aus Cleebronn

November 2021

monatsraetsel november 2021 37

Lösung

  • Auf dem Bildausschnitt ist zu sehen: …. der Teil eines Schädels.
  • Das rätselhafte Einzelteil gehört zu: dem Kopf des Menschen von Cro-Magnon bei Les Eyzies des Tayac in Frankreich. Es handelt sich bei dieser Menschenart um den heute lebenden modernen Menschen. Er unterscheidet sich von den Urmenschen – zum Beispiel fehlen die für Urmenschen typischen Überaugenwülste und er hat, anders als die Urmenschen, ein vorstehendes Kinn. Auch die modernen Menschen stammen, genau wie alle Menschen vor ihnen, ursprünglich aus Afrika und sind von dort zu uns eingewandert.
  • Ich habe es in folgendem Raum des Museums gefunden: … im Obergeschoss links im rechten Raum.

Gewinner

Friedrich Zanker aus Leutenbach

September und Oktober 2021

monatsraetsel september 2021 37

Lösung

  • Auf dem Bildausschnitt ist zu sehen: … Zähne.
  • Das rätselhafte Einzelteil gehört zu: …dem Unterkiefer eines Löwen. Löwen waren selten, wie überhaupt Raubtiere stets seltener vorkommen als Pflanzenfresser, denn die Raubtiere sind auf die Pflanzenfresser als Beute angewiesen. Der Löwe, dem dieser Kiefer gehört hat, kann in der kalten oder in der warmen Periode der Eiszeit gelebt haben. Raubtiere vertragen nämlich beides. Vielleicht hat er also zusammen mit dem Steinheimer Urmensch gelebt, vielleicht zusammen mit dem Steinheimer Steppenelefanten. Gefunden hat man das Kieferstück jedenfalls in derselben Kiesgrube wie den Kopf des Urmenschen.
  • Ich habe es in folgendem Raum des Museums gefunden: … im Erdgeschoss rechts, in einem der Guckkästen der grünen Rundwand.

Gewinner

Ella Golibrzuch aus Erdmannhausen

August 2021

monatsraetsel august 2021 37

Lösung

  • Auf dem Bildausschnitt ist zu sehen: … ein Stoßzahn
  • Das rätselhafte Einzelteil gehört zu: … einem Waldelefant. Waldelefanten hatten lange, wenig gebogene Stoßzähne und waren Pflanzenfresser, was man an ihren Zähnen mit den großen Kauflächen erkennen kann. Einen solchen Backenzahn eines Waldelefanten hat man ganz nah beim Urmenschen-Schädel gefunden. Und weil der Waldelefant ein typisches Tier der Warmzeiten ist, konnte man aus diesem Fund schließen, dass zur Zeit des Steinheimer Urmenschen ein mildes Klima herrschte.
  • Ich habe es in folgendem Raum des Museums gefunden: … im Raum mit der Empfangstheke im Erdgeschoss

Gewinner

Lukas Bötz aus Bietigheim-Bissingen