Auf den Spuren des Alters Lumineszenzdatierungen zur zeitlichen Einordnung der frühen Menschheitsgeschichte

Wissenswertes zum Vortrag

Wie alt sind die Sedimente, in denen Spuren unserer frühen Vorfahren überliefert sind? Und woher weiß man eigentlich, wann diese Ablagerungen entstanden sind?

Diesen spannenden Fragen geht Tobias Lauer vom Geo- und Umweltforschungszentrum der Universität Tübingen in seinem Vortrag im Urmensch-Museum Steinheim nach. Im Mittelpunkt steht die Optisch Stimulierte Lumineszenz (OSL) – ein modernes Datierungsverfahren, mit dem sich bestimmen lässt, wann Sedimente zuletzt dem Sonnenlicht ausgesetzt waren. So können Ablagerungen zeitlich eingeordnet und Ereignisse rekonstruiert werden, die teilweise Hunderttausende Jahre zurückliegen.

Anhand der mittelpleistozänen Ablagerungen von Neckar und Murr stellt Tobias Lauer neue chronologische Erkenntnisse vor. Ein besonderer Fokus liegt auf Sedimenten des Neckars und auf Bohrkernen aus Steinheim. Dabei ergeben sich auch neue Hinweise zum Alter der Fundschicht des Homo steinheimensis.

Darüber hinaus führt der Vortrag nach Mitteldeutschland, unter anderem zur paläolithischen Fundstelle Bilzingsleben. Die dortigen Untersuchungen zeigen, wie moderne Datierungsmethoden dabei helfen, Landschaften und menschliche Lebensräume vergangener Kalt- und Warmzeiten zeitlich zu erschließen.

Der Vortrag vermittelt anschaulich, wie naturwissenschaftliche Methoden dazu beitragen, die Geschichte unserer Landschaft und der frühen Menschheit immer genauer zu verstehen.

 

Mittwoch, 14. Oktober 2026 | 19:00–21:00 Uhr
Urmensch-Museum Steinheim, Vortragsraum
Kirchplatz 4, Steinheim an der Murr

 

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